Ratgeber

Was kostet ein Sprecher für Werbung, Film und Audio

Was ein Sprecher kostet, hängt weniger von der Textlänge ab als davon, wo und wie lange die Aufnahme läuft.

Ich weiß, das ist die Antwort, die niemand hören will. Jeder hätte gern eine Zahl. Aber genau die wäre unseriös, ohne zu wissen, was du vorhast. Deshalb erkläre ich dir lieber, woraus sich der Preis zusammensetzt. Dann kannst du selbst einschätzen, was dein Projekt ungefähr kostet, und ein Angebot von mir nachvollziehen.

Der eine Teil ist die Arbeit selbst

Ein Teil des Preises entsteht durch Vorbereitung, Aufnahme, Bearbeitung und Lieferung.

Auch ein kurzer Text ist nicht in zwei Minuten gesprochen und fertig. Ich lese ihn vorher, kläre Aussprache und Tonalität, nehme auf und übernehme Schnitt, Bearbeitung und Mastering, bis die Aufnahme sauber und im richtigen Format bei dir liegt. Wie aufwendig das wird, hängt davon ab, wie eng das Timing ist, wie viele Varianten du brauchst und wie final dein Skript schon ist. Das ist der Teil, den man relativ leicht abschätzen kann.

Der größere Teil ist die Nutzung

Den größeren Unterschied macht meist, wo und wie lange die Aufnahme genutzt wird.

Hier liegt der Punkt, den viele unterschätzen. Dieselbe Aufnahme hat einen anderen Wert, je nachdem, ob sie in einem internen Schulungsvideo läuft oder als bezahlte Kampagne bundesweit im Radio. Ich habe Jobs für 150 Euro gesprochen und welche für 6.000 Euro, bei fast identischem Aufwand. Der Unterschied lag nicht in der Arbeit, sondern in Nutzung und Verbreitung. Relevant sind Medium, Gebiet, Laufzeit und wie sichtbar das Ganze ist. Das ist keine Willkür, sondern in der Sprecherbranche üblich, und es ist der Grund, warum Nutzungsrechte vor der Aufnahme geklärt werden sollten.

So bekommst du schnell ein belastbares Angebot

Ein Angebot wird verbindlich, sobald ich Skript, Einsatzbereich, Laufzeit und Deadline kenne.

Je mehr du mir vorab sagst, desto konkreter kann ich kalkulieren. Aber selbst eine grobe Länge und der geplante Einsatz reichen für eine erste Einschätzung. Wenn die Nutzung noch nicht feststeht, sag das ruhig dazu. Dann trennen wir, was schon sicher ist und was später dazukommt, statt vorsichtshalber zu hoch oder zu niedrig zu schätzen.

Mein Fazit

Ein guter Preis bildet Aufnahme und Nutzung realistisch ab, statt einfach der niedrigste zu sein.

Der billigste Sprecher ist selten der günstigste, wenn die Qualität nicht stimmt oder die Rechte hinterher unklar sind und nachverhandelt werden müssen. Mir ist ein Preis lieber, den wir beide nachvollziehen können, und eine Aufnahme, mit der du lange arbeiten kannst, ohne böse Überraschung.

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